Presse

Donnerstag 28. Juli 2011

Das neue Josera Hochregallager – eine Hochbauinnovation aus Holz

Mit einem Festakt hat der unterfränkische Hersteller von Heim- und Nutztiernahrung, Josera, den Neubau seines vollautomatischen Hochregallagers in Kleinheubach gewürdigt und es offiziell eingeweiht. Das aus heimischem Holz konstruierte Lager werteten die Laudatoren dabei als Beleg des Engagements des Unternehmens für Nachhaltigkeit und einen hohen Unternehmerethos.

Unter den rund 160 geladenen Gästen aus Politik, Heimtier-, Agrar- und Nahrungsmittelbranche war auch der Bayerische Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner, der sich in dieser Eigenschaft freute „dass bei Josera gezeigt worden ist, wie leistungsfähig der Baustoff Holz ist“. Für Josera hatte das Baumaterial Holz gegenüber Stahl den Vorzug erhalten, weil seine Verwendung wirtschaftlicher, für einen Hersteller von Tiernahrung hygienischer und obendrein besser für den Brandschutz sei. Als aufwändiger als bei Stahlkonstruktionen erwiesen sich indes die vorgeschriebenen statischen Berechnungen. Firmenchef Burkard Erbacher: „Die Statuten für Industriebauten kennen den Baustoff Holz nicht. So mussten wir alle statischen Berechnungen komplett neu entwickeln und mit großen Sicherheitszuschlägen bewerten, wonach wir dann nicht nur unsere Genehmigungen erhalten, sondern auch einen neuen Standard im Holzbauwesen gesetzt haben.“ Das 30 Meter hohe Gebäude, in dem 2.300 Festmeter heimisches Holz aus Odenwald und Spessart verbaut sind, stellt überdies einen Rekord dar: europaweit, vermutlich weltweit, gibt es kein ebenbürtig großes und vergleichbares Lagergebäude. Staatsminister Brunner würdigte den Kleinheubacher Hochbaurekord aus Holz mit den Worten: „Mein Respekt dem Architekten und der Baufirma, dass Sie sich das zugetraut haben“.


Bauliche Besonderheiten

Das Bauwerk wurde in rund 20-monatiger Planungs- und Bauzeit errichtet. Das vollautomatisch betriebene Gebäude verzichtet auf eine Kommissionierungshalle und besitzt stattdessen drei Kommissionierungsgänge. Die Fördertechnik stammt vom österreichischen Unternehmen LTW, einem Fachunternehmen für Skilifttechnik. Die eingesetzte Fördertechnik ist durchgängig sehr einfach und robust sowie gleichzeitig sehr sicher. Sie ist sehr ausfallsicher und einfach zu warten. Die hervorragende Isolierung des Gebäudes macht eine Beheizung weitestgehend überflüssig. Die erforderliche Wärme wird vor allem über die eingelagerten Produkte eingespeist.

 

Bauwerk mit doppeltem Boden

In seiner Moderation der Festveranstaltung wies Erbacher darauf hin, dass nicht nur im Gebäude selbst das Holz eine tragende Rolle spiele, sondern dass die Entscheidung für den Baustoff Holz auch getragen sei durch das umfassende Bemühen des Unternehmens um nachhaltiges und generationengerechtes Wirtschaften. „Dabei stellen wir all unsere Unternehmensentscheidungen dahingehend auf den Prüfstand, ob sie nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem auch nachhaltig verträglich und generationengerecht sind. Demzufolge verwendet Josera nicht nur grünen Strom und andere umweltverträgliche Technologien, sondern auch einen eigenen Bahnanschluss. Dieser wurde, zusammen mit dem Neubau des vollautomatischen Hochregallagers aus Holz, ebenfalls neu gebaut und dabei auf eine Jahreskapazität von nunmehr 65.000 Tonnen ausgeweitet“, erläuterte Erbacher den Einweihungsgästen.

Hohem Ethos der Unternehmerfamilie verpflichtet

Insgesamt ist Josera mittlerweile in zahlreichen Ländern Mittel-, Nord- und Osteuropas aufgestellt. Burkard Erbacher: „Wir sehen in unserer Arbeit einen Beitrag zu weltweit gesunder Ernährung von Tier und Mensch, die verantwortlich erzeugt, ihrer Qualität nach tatsächlich gesund und in dieser Qualität für alle bezahlbar ist“. Dabei wies Erbacher in seiner Festrede nicht nur die Aktivitäten des Unternehmens in Sachen Nachhaltigkeit nachvollziehbar aus, sondern ebenso glaubwürdig die höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards des Unternehmens, welche größtenteils freiwillig sind und die gesetzlichen Vorgaben weit überschreiten. Zudem unterhält die Unternehmerfamilie Erbacher seit längerem eine eigene Stiftung mit der sie weltweit Hilfsprojekte vornehmlich zur Entwicklung von Menschen im ländlichen Raum unterstützt. Staatsminister Brunner bezeichnete das als „lobenswert“ und als einen „Beitrag zu weltweiter sozialer Gerechtigkeit“.

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